Betriebsbesichtigung Tietjen mit Axel Knoerig

13 9 30 TetjenUm sich über die Situation der kleinen und mittleren Unternehmen zu informieren, war der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig vor kurzem zu Gast bei der Firma Tietjen im Bücker Ortsteil Calle. Dort wurde er mit einer Gruppe örtlicher CDU-Mitglieder durch die Geschäftsführer Jürgen und Hauke Tietjen empfangen. Das Unternehmen produziert und entwickelt mit ca. 50 Mitarbeitern Druckluftbremssysteme für die Landmaschinenbranche.

Zunächst gab Juniorchef Hauke Tietjen einen Rückblick auf die Entwicklung des 1936 gegründeten Familienbetriebes, in dem auch Mutter Christel und Schwester Yvonne tätig sind: „Angefangen hat hier alles mit einer Schmiede, später wurde das Geschäft um die Wartung sowie den Vertrieb von Traktoren und Landtechnik erweitert. Außerdem gab es eine Tankstelle und einen kleinen Einzelhandel.“ Mit der Übernahme des Betriebes durch Jürgen Tietjen 1978 begann die heutige Spezialisierung auf den Bereich der Druckluftbremsanlagen.

Im Anschluss an den Vortrag erkundigte sich Axel Knoerig nach dem Verlauf eines Forschungsprojekts der Firma Tietjen, welches mit Bundesmitteln gefördert wird. Dieses hatte der Abgeordnete in seiner Eigenschaft als Forschungspolitiker im Bundestag mit beschlossen. Die Geschäftsführer zeigten sich zufrieden: „Wir hoffen auf weitere Erkenntnisse und neue Ideen durch das Projekt.“ Der MdB hielt fest: „Mir liegen diese Maßnahmen sehr am Herzen, weil wir hier Bildungseinrichtungen und Wirtschaft gleichermaßen voranbringen.“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs zeigte sich Jürgen Tietjen zuversichtlich, sein Unternehmen in Zukunft weiter ausbauen zu können. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, dass neue Mitarbeiter für Produktion und Entwicklung immer schwerer zu finden sein: „Wir haben eine sehr engagierte Mannschaft, wollen aber noch mehr Personal einstellen, um insgesamt flexibler und schneller zu sein.“ Deshalb bilde der Betrieb seit drei Jahren wieder selbst aus. Pro Lehrjahr werde ein angehender Konstruktionsmechaniker eingestellt.
Auf die Frage des Abgeordneten, wie die Unternehmensführung die Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen bewerte, erklärten sich Tietjens grundsätzlich zufrieden. „Vieles läuft gut, das ist keine Frage“, so der Seniorchef. „Häufig wünschen wir uns allerdings schnellere Entscheidungsprozesse“, ergänzte der Juniorchef und berichtete von Planung und Bau einer Produktionshalle, die gleich darauf besichtigt wurde. Mit Blick auf den neu entstandenen Verwaltungstrakt lobte Hauke Tietjen die inzwischen schnellere Internetverbindung der Region. Dazu der MdB: „Hier haben wir über die Konjunkturpakete besonders auf dem Land viel verbessert.“ Weitere weiße Flecken auf der Landkarte gelte es zügig abzudecken.

Im abschließenden Gespräch zeigten sich die Besucher von der Entwicklung und Innovationskraft der Firma beeindruckt. Als Fazit und mit Blick auf die Steuererhöhungspläne von SPD und Grünen erklärte Axel Knoerig, dass mittelständische Unternehmen nicht in ihrer Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt werden dürfen. „Sie halten dem Standort die Treue, investieren vor Ort, zahlen Steuern und sichern Arbeitsplätze in unserer Heimat, das ist alles sehr positiv und muss weiter unterstützt werden“, so der Bundestagsabgeordnete.